M3U-Playlist auf dem iPhone öffnen
iOS hat keine eingebaute Möglichkeit, eine M3U-Datei zu öffnen. Man tippt sie in Mail oder in der Dateien-App an, und nichts passiert — denn eine M3U ist kein Video, sondern eine Textdatei, die auflistet, wo Videos liegen. Man braucht einen Player, der diese Liste liest und abspielt. Diese Anleitung zeigt die drei Wege, auf denen eine Playlist aufs iPhone kommt, und was zu tun ist, wenn einer davon scheitert.
Die Playlist in eine einfügbare Form bringen
Eine Playlist kommt als Link, der mit http beginnt, oder als Datei mit der Endung .m3u oder .m3u8. Hat der Anbieter statt eines Links eine Anmeldeseite geschickt, dort einloggen und nach "M3U URL" oder "Playlist-Link" suchen. Alles kopieren, samt http — eine URL ohne Schema ist der häufigste Grund, warum ein Import fehlschlägt.
Zum Player hinzufügen
Tivsy öffnen, auf Quelle hinzufügen tippen und Playlist wählen. Die URL einfügen und einen Namen vergeben, den man später wiedererkennt. Liegt stattdessen eine Datei vor, diese zuerst in der Dateien-App sichern, dann Datei importieren wählen. Der Player lädt die Liste, liest sie einmal und baut daraus eine Mediathek.
Den ersten Ladevorgang abwarten
Eine Playlist mit zwanzigtausend Sendern sind mehrere Megabyte Text. Der erste Import dauert einen Moment, weil jede Zeile gelesen und in Kategorien einsortiert wird. Das passiert nur einmal — danach öffnet sich die Mediathek sofort und lässt sich aktualisieren, wenn der Anbieter etwas ändert.
Prüfen, was angekommen ist
Die Sender sollten so gruppiert erscheinen, wie die Playlist ihre Gruppen benannt hat. Sehen die Gruppen falsch aus, verwendet die Playlist nicht standardisierte Tags — das ist verbreitet und harmlos, Suche und Favoriten funktionieren trotzdem. Kam gar nichts an, wird die URL abgewiesen; siehe die Fragen unten.
Häufige Fragen
Warum passiert beim Antippen einer M3U-Datei auf dem iPhone nichts?
Weil iOS für diesen Dateityp keine Standard-App hat. Die Datei ist eine Playlist, kein Video, also hat die Vorschau nichts zu zeigen. Sobald ein Player installiert ist, der .m3u unterstützt, öffnet dieselbe Datei sich über Teilen → Player.
Was ist der Unterschied zwischen M3U und M3U8?
M3U8 ist dasselbe Format, als UTF-8 gespeichert — Sendernamen mit Umlauten, Kyrillisch oder Arabisch bleiben dadurch intakt. Jeder Player, der das eine liest, liest auch das andere. Sehen die Sendernamen wie wirre Zeichen aus, liegt eine M3U in einer älteren Kodierung vor.
Die Playlist-URL lädt in Safari, aber nicht in der App. Warum?
Meist begrenzt der Anbieter, wie viele Verbindungen ein Konto gleichzeitig öffnen darf, und Safari belegt die eine, die man hat. Den Browser-Tab schließen und erneut versuchen. Es kann auch heißen, dass der Link abgelaufen ist — die meisten Playlist-Links sind zeitlich begrenzt.
Sind Sender in der App enthalten?
Nein. Tivsy ist ein leerer Player. Er spielt Playlists und Server ab, die man bereits hat; er enthält, verkauft und empfiehlt keine Senderliste. Ohne eigene Quelle gibt es nichts zu sehen.
Hat der Anbieter zusätzlich Benutzername, Passwort und Serveradresse mitgeschickt, gibt es eine zweite und bessere Möglichkeit: über die Xtream-Codes-API statt über eine flache Playlist. Das lädt schneller und bringt den Programmführer gleich mit.